RESONANZEN 26

auf der Suche nach Anklang: Musik, Tanz und Wissenschaft im Dialog auf dem weiten Areal des KuNaKu mit Blick über das Oderbruch

17 Uhr: Aufführung als Rundgang 
Wie können wir Resonanz in unserer Umwelt spüren? Ihrer Geschichte? Ihrer Präsenz? Diesen Fragen widmen sich 15 zeitgenössische Tänzer*innen, Musiker*innen sowie Ökologie-Expert*innen an verschieden Stationen.

Kuration: Liz Erber & Marc Weiser

außerdem
14 – 16 Uhr: Resonanz mit Naturjournaling – Workshop mit den Naturzeichner*innen aus Eberswalde (
Mehr Infos)
16 – 17 Uhr: Einlass Performance, Snacks, historische Geländeführung 
19: 30 – 22 Uhr: Biegarten 57 zu Gast im KuNaKu: warmes Essen, Getränke, Ausklang mit Überraschungsklängen
 

 

„Ich fühle keine Resonanz!“ – ob gegenüber der Politik, im Zusammenleben oder in der Natur, die sich unter Klimadruck verändert: das Gefühl, nicht mehr Part zu sein und mit der eigenen Stimme keinen Anklang zu finden, ist heute allgegenwärtig. Es ist eine Wurzel für Frust, der sich diesen Monat letztendlich auch in Wahlentscheidungen entlädt. "Resonanzen 26" möchte das Problem an dieser Wurzel packen, 15 Musiker*innen, Tänzer*innen und Wissenschaftler*innen aus vier Kontinenten kombinieren ihre Mittel und erzeugen in Performances aus Theorie, Tanz und Klang neuartige Resonanzfelder.
  

Das als NS-Sprengchemie-Verwaltung errichtete Gelände des heutigen KuNaKu Oderberg hat viel gesehen: Zwangsarbeit, DDR-Grenzschützer, sowjetische Offiziere, ukrainische Geflüchtete, renaturierende Überwucherungen, neuerdings Kunst und Begegnungskultur. Diese Schichten sind Altlasten und Vermächtnisse, die auch viele persönliche Biografien der Region prägen. Wie können wir uns entfremdete Geschichte in Präsenz verwandeln, die uns angeht und als gestaltbar erscheint? Um dieser Frage nachzuspüren, kommen Tänzer*innen, Klangkünstler*innen und Ökologie-Expert*innen nach Oderberg, bringen das Gelände zum Klingen, laden ein, Resonanz zu erfahren.

Der 2-stündige Konzert-Rundgang über das Gelände bietet die Möglichkeit, durch die Lupe von Sound, bewegten Körpern und Fachwissen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des alten Kasernengeländes tiefgründig und aktiv zu erfahren – und verschmelzen zu sehen. Er startet am 12.9. um 17:00 Uhr und findet sein Finale in einem Intermezzo der Künstler*innen in der neuen 270m2 Tanzhalle. Im Anschluss kann man bei Feuer, heißer Speise und Getränken in den Austausch kommen.     
 

Mit u.a.:

Anna Nowicka (Tanz)
Carina Khorkhordina (Trompete)
Caroline Cecilia Tallone (elektroakustische Drehleier)
Dudù Kouate (Percussion)
Hanno Leichtmann (Elektroakustik)
Hui-Chun Lin (Cello)
Liz Erber (Tanz)
Lucia Peters (Tanz)
Marc Weiser (Gesang und Sound)
Martin Krüger (Förster Oderberg und Chef der Brandenburger Forstgewerkschaft)
Mido Kawamura (Raum und Kostümdesign)
Susanne Altvater (Juristin im Umweltbundesamt)
Susanne Winter (Forst-Wissenschaftlerin, Leiterin der Verwaltung des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin)
Yasmin Schönmann (Tanz)
Yeri Anarika Sanchez (Tanz)

Produktion: Heiko Michels
      

Ohne Reservierung, auch für den Workshop um 14 Uhr
Eintritt spendenbasiert mit Freude und Respekt

Behindertengerechte Sanitäranlagen sind vorhanden, sollten einige Elemente der Aufführung im Gelände problematisch zugänglich sein, sind helfende Hände vorhanden.

Dank an das tolle Brot von Rauchzeichen - Mobile Holzofenbäckerei Oderberg.
Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg und des Landkreises Barnim.